Förderung durch Deutsche Bundesstiftung Umwelt

Die PMK Kunststoffverarbeitung GmbH wird mit dem Projekt „Entwicklung des höchst effizienten, breit einsetzbaren Oxidationsreaktors zur Elimination von Mikroschadstoffen in Abwässern“ durch die Deutsche Bundesstiftung Umwelt gefördert. In die Förderung mit eingebunden ist das Fraunhofer-Institut für Grenzflächen- und Bioverfahrenstechnik IGB in Stuttgart.

In allen Teilen der Welt wächst trotz aller Anstrengungen zur umweltfreundlichen Produktion der Einsatz von chemischen Substanzen. Bei der Produktion, der Nutzung und Entsorgung der Produkte gelangen davon viele in das Abwasser, z.B. Arzneimittel, Farb- und Duftstoffe, Pflanzenschutzmittel, Haushaltsreiniger oder auch Kosmetika. Diese Mikroschadstoffe können in vielen Fällen durch heutige Kläranlagen nicht aus dem Wasser entfernt werden und gelangen daher kontinuierlich in Gewässer und damit auch in das Trinkwasser.

Mikroschadstoffe wurden in letzter Zeit vermehrt in den Medien thematisiert. Das öffentliche Interesse steigt zusehends und die Menschen werden auf dieses Problem sensibilisiert.

Mikroschadstoffe werden in Verbindung gebracht mit Veränderung von Lebewesen in der aquatischen Umwelt und auch mit gegenüber Antibiotika resistenten Keimen.
Nur 10% der deutschen Bäche und Flüsse erreichen den von der Wasserrahmenrichtlinie geforderten "guten" oder "sehr guten" ökologischen Zustand.

Aufgrund ihrer Stoffeigenschaften werden Mikroschadstoffe in der konventionellen Abwasserreinigung nicht vollständig eliminiert und können daher in ökotoxikologisch relevanten Konzentrationen in Gewässern auftreten.
Auch die zunehmende Ausbreitung von antibiotikaresistenten Erregern bereitet weltweit Sorge.

Konventionelle Kläranlagen können Mikroverunreinigungen durch Arzneimittelrückstände, Kosmetikprodukte, Pflanzenschutzmittel und Industriechemikalien nicht gezielt aus dem Abwasser entfernen, so dass diese eine erhebliche Belastungsquelle für die als Vorfluter genutzten Gewässer darstellen.
Spurenstoffe in der aquatischen Umwelt und das Hinzukommen neuer Stoffe sind ein weltweites Problem, das insbesondere in den Gebieten anzugehen ist, wo Oberflächenwasser zur Trinkwasserproduktion genutzt wird.
Der Eintrag von organischen Spurenstoffen stellt eine besondere Herausforderung für den Gewässerschutz und die Trinkwasserversorgung dar.

Weltweit sind 50 Millionen organische Verbindungen im Wasser im Umlauf. Mikroschadstoffe sind schwer abbaubar und können trotz ihrer geringen Konzentration toxisch wirken.

Die Wechselwirkungen zwischen den Substanzen sind zudem weitgehend unbekannt.

Zur Lösung dieser Problematik besteht das Ziel dieses Projektes in Kooperation mit der luxBiota GmbH&Co.KG darin, einen Oxidationsreaktor zur Eliminierung von Mikroschadstoffen zu entwickeln, der durch einen speziellen Aufbau eine bisher unerreichte Effizienz und dadurch ein niedriges Kostenniveau erzielen kann.

In einem zum Patent angemeldetem Oxidationsreaktor wird mit Hilfe von UV-Licht einer Wellenlänge von 365 nm und dem Katalysator Titandioxid organische Mikroschadstoffe oxidiert und in ungefährliche Salze und CO2 umgewandelt.

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